Die Vision für ein Kinderhospiz in Frankfurt
Ein freundliches Haus voller Licht und Wärme. Ein Ort, an dem Familien, die tagtäglich an ihre Grenzen gehen, endlich aufatmen können – Das ist das Ziel.
Regionale Infrastruktur
Wenn ein Kind lebensverkürzend erkrankt, wird das eigene Zuhause oft zur Intensivstation – geprägt von Sorgen, medizinischen Geräten und schlaflosen Nächten. Mit dem Kinderhospiz in Frankfurt schaffen wir ein Fundament der Hoffnung. Stein für Stein bauen wir nicht nur Wände und ein Dach, sondern einen geschützten Raum für Liebe, Geborgenheit und kostbare gemeinsame Momente. Ein Zuhause auf Zeit, in dem das Leben und die Familie im Vordergrund stehen, nicht die Krankheit. Das ist eine wichtige Ergänzung, denn zur Zeit hat Frankfurt keine stationären Angebote. Die gesamte Region wird nur durch ambulante Dienste begleitet. Betroffene Familien müssen aktuell überregional nach Angeboten schauen. Dabei muss man leider festhalten, dass die bundesweite Versorgung mit nur 22 Einrichtungen unzureichend ist.
Ein Grundstück, ein Gebäude, ein Ort für Familien
Ein neues Kinderhospiz entsteht nicht von heute auf morgen und bedarf umfangreicher Planungen und Freigaben. Einige wichtige Schritte sind bereits getan und wir sind uns sicher, dass es in Frankfurt entstehen wird. Doch die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt.
Bauprojekte sind keine kleinen Nebenprojekte. Wir stecken aktuell viel Zeit in Gespräche und Verhandlungen, um die notwendigen Genehmigungen zu erhalten und die Verträge in „trockene Tücher“ zu bekommen. Das beansprucht bereits jetzt viel unserer Aufmerksamkeit. Parallel dazu sind erste Spendenkampagnen gestartet, denn sowohl der Bau, als auch der laufende Betrieb sind auf Spenden dringend angewiesen und sind ohne die Mithilfe von Unterstützern nicht denkbar. Dazu eine Zahl: Der Betreiber eines Hospiz benötigt in der Regel mindestens einen hohen 5-stelligen oder 6-stelligen Betrag, um das Projekt zu ermöglichen – Daher sind wir dankbar für jede Hilfe.
Begleitung, die den ganzen Menschen sieht
Wenn wir Familien auf ihrem Weg begleiten, geht es um weit mehr als nur um medizinische Versorgung. Wir haben das gesamte Familiensystem im Blick. Unsere Vision einer ganzheitlichen Hospizarbeit stützt sich deshalb auf vier starke Säulen, um jedem Gast genau die Zuwendung zu geben, die er in diesem Moment braucht:
Physische Geborgenheit
Der Körper steht oft im Zentrum der Anstrengung. Wir sorgen für die bestmögliche Linderung von Schmerzen und belastenden Symptomen. Das Ziel ist es immer, ein Höchstmaß an Lebensqualität und körperlichem Wohlbefinden für das erkrankte Kind zu bewahren.
Psychische Stärkung
Die Diagnose und der Verlauf einer lebensverkürzenden Erkrankung bringen tiefe Ängste und emotionale Erschöpfung mit sich. Unser erfahrenes Team fängt diese Last auf, hilft bei der Bewältigung der Situation und stärkt die seelische Widerstandskraft von Eltern und Kindern.
Soziale Entlastung
Die Krankheit dominiert oft alles – der gewohnte Alltag leidet massiv. Wir unterstützen bei der oft erdrückenden Organisation und schaffen ganz gezielt Freiräume für Geschwisterkinder, damit diese in einem geschützten Rahmen einfach wieder unbeschwert Kind sein dürfen.
Spiritueller Raum
Wir geben den großen existentiellen Fragen, der Suche nach Sinn und dem Umgang mit dem Unvermeidlichen einen geschützten Raum. Wir begleiten das würdevolle Abschiednehmen mit der nötigen Zeit und Ruhe – und bleiben auch über den Tod des Kindes hinaus an der Seite der Familie.
Ein Raumkonzept für optimale Betreuung
Um den besonderen Anforderungen an Pflege und Erholung gerecht zu werden, planen wir mit einem maßgeschneiderten Bauprojekt. Auf einer Bruttofläche von 1.695 Quadratmetern entsteht ein Gebäude, das medizinische Notwendigkeiten und familiäre Bedürfnisse perfekt vereint.
Das Hospiz wird auf einem mindestens 3.000 Quadratmeter großen Grundstück am Frankfurter Stadtrand errichtet. Im Zentrum des Hauses stehen zehn modern ausgestattete Pflegezimmer für schwerstkranke Kinder und Jugendliche, darunter auch flexibel nutzbare Jugendzimmer. Damit Angehörige wirklich zur Ruhe kommen können, sind zehn weitere Zimmer und Appartements für Eltern und Geschwisterkinder vorgesehen, die bewusst räumlich vom Pflegebereich getrennt sind.
Ein über 230 Quadratmeter großer Therapie- und Gemeinschaftsbereich sowie ein geschützter Außenbereich mit integrativem Spielplatz ergänzen das räumliche Angebot. Um die professionelle 24/7-Intensivbetreuung sicherzustellen, planen wir im laufenden Betrieb mit einem multiprofessionellen Team von knapp 34 Vollzeitkräften.
Stein für Stein mit Ihrer Hilfe
Ein Kinderhospiz in dieser Form und Größenordnung lässt sich nicht allein über die reguläre Finanzierung des Gesundheitssystems realisieren. Damit aus unseren Plänen ein echtes, liebevolles Zuhause auf Zeit für Frankfurter Familien werden kann, brauchen wir eine starke Gemeinschaft. Es braucht Menschen, Unternehmen und Stiftungen aus der Region, die Verantwortung übernehmen und dieses Projekt mit uns gemeinsam tragen.
Mit Ihrer Unterstützung finanzieren Sie weit mehr als nur den reinen Bau. Sie investieren in dringend benötigte Momente der Ruhe, in professionelle Begleitung und in einen geschützten Raum für das, was am Ende am wichtigsten ist: Liebe und wertvolle, gemeinsame Erinnerungen.
Helfen Sie uns dabei, diese Versorgungslücke in Frankfurt endlich zu schließen. Jeder Beitrag bringt uns unserem Ziel einen entscheidenden Schritt näher und gibt den betroffenen Familien das sichere Gefühl: Wir lassen euch auf diesem schweren Weg nicht allein.