Für Familien da: Ambulant und stationär
Was bedeutet Kinderhospiz Arbeit

Was machen die Deutschen Kinderhospizdienste bisher und wieso ist ein stationäres Kinderhospiz für Frankfurt so wichtig?

Eine Ergänzung der ambulanten Dienste

Wir begleiten Familien auf dem schwersten aller Wege.

„Geht man in das Kinderhospiz zum Sterben?“ – Das ist eine der häufigsten Fragen die wir erhalten und tatsächlich ist es andersrum, Familien kommen um Leben zu können. Leben zu können, wenn alles andere unmöglich, unerreichbar und unendlich schwer erscheint. Genau dann sind wir da, ambulant und in Zukunft stationär.

Unsere Arbeit teilt sich dabei auf drei wichtige Dimensionen auf, die stationär um eine vierte Dimension ergänzt wird. Wir helfen Familien durch individuelle Unterstützung deren Aufgaben sich einteilen lassen in eine psychische, soziale und spirituelle Dimension. Beim stationären Kinderhospiz wird diese durch eine physische Dimension ergänzt, also Angebote von Pflege und medizinischer Versorgung und einem Ort, an dem alles ein bisschen normaler sein darf.

Dafür steht Kinderhospizarbeit:
Wir geben Raum. Raum für Fragen, Raum für Antworten, Raum zum Durchatmen. Raum für dich und Raum für mich.
Begleitung, Aufklärung und Navigation

Damit Familien den Überblick behalten

Hospizarbeit ist oft auch viel Aufklärungs arbeit. Was steht mir zu, welche Hilfe bekomme ich wo, was muss ich beantragen und und und. Nach der Diagnose ist leider meist der Beginn endloser Bürokratie, Terminorganisation und Koordination des Alltags. Auch hier sind wir eine wichtige Stütze, wir kennen die Prozesse und Herausforderungen und leisten Aufklärungsarbeit bei den Familien, damit diese den neuen Herausforderungen nicht alleine entgegentreten müssen.

Das stationäre Kinderhospiz

Ein Ort für die ganze Familie

Das erkrankete Kind, Geschwister, Eltern: Das Kinderhospiz ist ein Ort für alle Familienmitglieder. Tapetenwechsel, durchatmen, neue Kraft tanken, Familie sein – All das soll im stationären Hospiz möglich sein.

Für das erkrankte Kind

bedeutet das: verlässliche Pflege und Betreuung, angepasst an den individuellen Bedarf, dazu Angebote, die gut tun und Lebensqualität stärken.

Für Eltern

bedeutet es: Verantwortung für eine Zeit teilen, schlafen können, durchatmen, Gespräche führen, Dinge regeln, ohne dass sofort alles wieder kippt.

Für Geschwister

bedeutet es: Raum bekommen, Aufmerksamkeit, Normalität, und das Gefühl, nicht nebenbei zu laufen.
Hinter den Türen

Was passiert dort eigentlich?

Ein stationäres Kinderhospiz ist kein Krankenhaus und kein „Urlaubsort“. Es ist ein geschützter Ort, an dem Pflege, psychosoziale Begleitung und gemeinsames Leben zusammenkommen. Es gibt Rückzugsräume, Gemeinschaftsbereiche, oft auch Therapie- oder Kreativangebote. Und vor allem: feste Strukturen und Menschen, die wissen, was sie tun, damit der Aufenthalt für Familien wirklich entlastend ist.

Viele beschreiben das nicht als „alles ist gut“, sondern als: Für einen Moment wird es leichter zu tragen. Weil Verantwortung geteilt wird und Familie wieder Raum bekommt.

Entlastung, die rechtzeitig ankommt.

Ein Kinderhospiz ist ein Ort, der stärkt. Hier schaffen wir Versorgung, entlasten Familien und geben Halt im Alltag, damit Unterstützung dann da ist, wenn sie gebraucht wird – und nicht erst, wenn alles zu viel geworden ist.

Kinderhospize begleiten Familien in unterschiedlichen Phasen, zum Beispiel:

In 5 Schritten

So starten Familien in unsere Hilfe/Begleitung

Erstkontakt

Unkompliziert und vertraulich, ohne Hürden. Sie sagen uns, was gerade los ist und was Sie brauchen. Wir hören zu und klären den nächsten sinnvollen Schritt. 

Kennenlernen & Bedarf klären

In einem Gespräch schauen wir gemeinsam: Was entlastet wirklich, was ist gerade dringend? Wir nehmen den Alltag in den Blick, nicht nur die Diagnose und priorisieren, was jetzt hilft.

Passende Unterstützung organisieren

Wir finden die Form der Unterstützung, die zu Ihrer Situation passt. Das kann Begleitung durch Ehrenamt, Gespräche, Angebote oder bei Bedarf auch ein stationärer Aufenthalt sein. Wichtig ist: praktikabel, erreichbar, verlässlich. 

Begleitung im Alltag / Aufenthalt im Hospiz

Begleitung ist keine Einmalaktion. Wir bleiben an Ihrer Seite, über Zeit und in dem Rahmen, der für Ihre Familie passt, damit Entlastung planbar wird. Das gilt natürlich ebenso für eine stationären Aufenthalt, bei dem Sie in allen Bereichen umfassend unterstützt werden.

Weiterbegleitung in Übergängen

Wenn sich etwas verändert, passen wir die Unterstützung an: nach Klinikaufenthalten, in Krisen oder in neuen Phasen. So bleibt Begleitung stabil, auch wenn der Alltag es nicht ist.