Standort Frankfurt
Von der Lücke zur Infrastruktur

In Frankfurt leben rund 900 betroffene Kinder und Jugendliche, in der Metropolregion über 7.000. Gleichzeitig gibt es in Frankfurt bislang kein stationäres Kinder- und Jugendhospiz.

Warum Frankfurt

Weil Versorgung Nähe braucht.

Für viele Familien bedeutet das: Entlastung ist schwer erreichbar, obwohl sie im Alltag entscheidend ist, um Pflege, Familie und Leben überhaupt stabil zu halten.

Mit „Mein Kinderhospiz Frankfurt“ entsteht deshalb ein Ort, der die regionale Versorgung ergänzt. Und weil dieser Ort mitten zur Stadt gehört, möchten wir von Anfang an transparent machen, was hier entsteht.

Auf einen Blick

Warum der Standort Frankfurt wichtig ist

Wenn wir Familien auf ihrem Weg begleiten, geht es um weit mehr als nur um medizinische Versorgung. Wir haben das gesamte Familiensystem im Blick. Unsere Vision einer ganzheitlichen Hospizarbeit stützt sich deshalb auf vier starke Säulen, um jedem Gast genau die Zuwendung zu geben, die er in diesem Moment braucht:

Frankfurt ist aktuell unversorgt

In Hessen gibt es bislang nur ein stationäres Kinderhospiz in Wiesbaden. Frankfurt bleibt ohne stationäres Angebot, obwohl der Bedarf in Stadt und Metropolregion groß ist. Für viele Familien heißt das: Entlastung ist schwer erreichbar, obwohl sie im Alltag dringend gebraucht wird.

Entlastung ist vorgesehen, aber kaum verfügbar

Familien haben Anspruch auf vier Wochen Entlastungsaufenthalt pro Jahr. In der Realität können bestehende Kinderhospize diesen Bedarf deutschlandweit aktuell nur zu weniger als 5% abdecken. Das macht sichtbar, warum zusätzliche Kapazitäten nötig sind, damit Entlastung nicht zur Ausnahme wird. 

Ein Kinderhospiz gehört zur Versorgungslandschaft

Ein Kinderhospiz schließt eine kritische Lücke zwischen Klinik, häuslicher Versorgung und psychosozialer Begleitung. Ärztinnen und Ärzte aus Frankfurt und Offenbach bestätigen die Notwendigkeit: Es entlastet Familien, stabilisiert Versorgung und stärkt das regionale medizinische Netzwerk.

Wege entscheiden über Alltagstauglichkeit

Wenn Entlastung weit entfernt ist, wird sie schnell zur zusätzlichen Belastung, mit Anfahrt, Organisation und noch mehr Kraftaufwand. Darum entsteht der Standort im Nordosten Frankfurts (Preungesheim). Nähe macht den Unterschied, damit Hilfe im Alltag wirklich nutzbar bleibt. 

Standort-Check

Was ein Kinderhospiz-Standort leisten muss

„Entlastung vor Ort“ ist nicht nur ein Begriff. Ein stationäres Kinderhospiz muss im Alltag funktionieren und gleichzeitig Schutz, Ruhe und Orientierung geben.

Erreichbarkeit, die im Alltag funktioniert

Ruhe, Schutz, Rückzug

Platz für Familien, nicht nur für Pflege

Angebote, die den Bedarf wirklich treffen

Flächen, die das möglich machen

Orientierung durch Architektur

Raus aus dem Tabu

Warum Aufklärung so viel verändert

Viele verbinden Kinderhospizarbeit mit „dem Ende“. In der Realität beginnt Unterstützung aber oft viel früher, nämlich schon ab der Diagnose, und begleitet Familien über längere Zeit – für eine möglichst angenehme Zeit.

Wenn das als Stadtgesellschaft verstanden wird, sinken Hemmschwellen. Und es entsteht ein Umfeld, in dem Familien nicht zusätzlich erklären müssen, warum sie Entlastung brauchen.

Frankfurt braucht dieses Kinderhospiz, weil es eine Versorgungslücke gibt, die man nicht wegdiskutieren kann. Und Frankfurt verdient einen Ort, den man versteht, bevor er eröffnet, als Teil der Stadt, als Teil der Versorgung.

Wir wollen drüber reden

Wenn Fragen gestellt werden statt vermieden, verändert sich etwas Grundlegendes: Aus Unsicherheit wird Verständnis. Kinderhospizarbeit wird greifbar, nicht abstrakt, weil man merkt, worum es wirklich geht: um Entlastung, Nähe und verlässliche Begleitung im Alltag.

Und auch dieses Projekt wird dadurch anders wahrgenommen: nicht als „irgendwo da draußen“, sondern als etwas, das zur Stadt gehört. Als Ort, der entsteht, weil Familien ihn brauchen, und weil eine Gemeinschaft bereit ist, hinzuschauen und mitzutragen.